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Vorbezug BVG bei Sozialhilfebezug

Oftmals verpflichten Sozialdienste ihre Klienten dazu, ihr Vorsorgeguthaben bei der Pensionskasse vorzubeziehen. Die Sozialdienste stützen sich dabei auf die SKOS-Richtlinien. Diese Verpflichtung ist rechtlich umstritten und sehr heikel.

 

Das BVG sieht vor, dass man sein BVG-Guthaben (Freizügigkeitsguthaben) im Rahmen der vorzeitigen Pensionierung beziehen darf. Dieses Geld ist jedoch als Altersparnis für das "Risiko" des Langlebens gedacht.

 

Aus meiner Sicht und aus Sicht prominenter Rechtsgelehrten ist ein Vorbezug von Alterskapitalien aus der beruflichen Vorsorge, zur Rückzahlung von wirtschaftlicher Sozialhilfe, rechtlich nicht zulässig.

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Kommentare: 1
  • #1

    Karl Suter (Freitag, 04 Mai 2018 06:57)

    Die Gemeinde Geroldswil verzichtet auf den Vorbezug von BVG/PK sowie gebundene Lebensversicherungen, damit ordentlicher Sozialhilfebezug zurückbezahlt werden kann. Der Grund dazu ist von consozjus bereits dargelegt.