Krankentaggeld - Pflicht zur Leistungsübernahme nach Auflösung des Arbeitsvertrages

Grundsätzlich ist auf bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Kollektivversicherungsvertrag nach VVG hinzuweisen. Nach dieser Rechtsprechung kann eine Person, die aus dem Kreis der einem solchen Vertrag unterstellten Personen ausscheidet, im Gegensatz zur Regelung über den Kollektivversicherungsvertrag nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) auch nach diesem Ausscheiden für die Folgen eines Ereignisses Leistungen beanspruchen, sofern das Ereignis selber während der Versicherungsdauer eingetreten ist und keine vertraglichen Abmachungen vorliegen, die den Anspruch auf Leistungen über die Versicherungsdauer hinaus einschränken oder aufheben. (Vgl. BGE 127 III 106)

Entgegen der Auffassung von vielen Versicherungsgesellschaften begrenzt eine entsprechende Bestimmung indessen nur die Dauer der Versicherungsverhältnisses zwischen den Versicherungsgesellschaften und den einzelnen versicherten Personen. Eine über diese Dauer hinausgehende Leistungspflicht für die Folgen eines versicherten Ereignisses, das während der Versicherungsdauer eingetreten ist, wird damit jedoch noch nicht ausgeschlossen. 

 


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