EL - Anrechnung eines hypothetischen Ertwerbseinkommens

Bei der Berechnung des Anspruches auf Ergänzungsleistungen sind unter anderem auch Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist, anzurechnen. (Art. 11 Abs. 1 lit g ELG)

Ein Verzicht auf Erwerbseinkommen liegt vor, 

  • wenn die versicherte Person keine Erwerbstätigkeit ausübt, obwohl ihr dies zumutbar und möglich wäre
  • oder wenn sie zwar eine Erwerbstätigkeit ausübt und Erwerbseinkünfte erzielt, es ihr aber zumutbar und möglich wäre mehr zu verdiene.
  • wenn der Ehegatte der versicherten Person in diesem Sinne auf Erwerbseinkommen verzichtet, weil auch dieser zum Kreis der Leistungsempfänger gehört und die Geltendmachung eines Anspruches auf Ergänzungsleistungen missbräuchlich erfolgt
  • wenn auf die mögliche und zumutbare Erzielung eines Erwerbseinkommens verzichtet wird.

Bei der Ermittlung des zumutbarerweise erzielbaren Erwerbseinkommens sind

  • alle Umstände des Einzelfalles,
  • insbesondere beruflich-erwerbliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen,
  • bei invaliden Personen der Arbeitsunfähigkeitsgrad,
  • allfällige Konkurrenznachteile,
  • die Arbeitsmarktlage
  • und die familiäre Situation

zu berücksichtigen. 

 

Falls Ihnen oder einem ihrer Klienten ein hypothetisches Einkommen angerechnet wird, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns. 

 

 

 

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