ALV - Selbstverschuldete Arbeitslosigkeit führt zur Einstellung der Anspruchsberechtigung

Nach Art. 30 Abs. 1 lit a des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzversicherung (AVIG) ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos ist.

Selbstverschuldet ist die Arbeitslosigkeit namentlich dann, wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verletzung arbeitsvertraglichen Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zu Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat. (Art. 44 Abs. 1 lit a der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIV). Zu den arbeitsvertraglichen Verpflichtung eines Arbeitnehmers gehört es, die allgemeinen Anordnungen des Arbeitgebers und die ihm erteilten besonderen Weisungen nach Treu und Glauben zu befolgen. (Art. 321 d Abs. 2 OR)  

(Entscheid des Versicherungsgerichts Kanton St. Gallen vom 16.08.2017, Geschäftsnummer AVI 2016/31)

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